Vietnam und Kambodscha

Der Nachfolgende Bericht wurde von ferndo.com Besucherin Andrea eingesendet. Sie bereiste vom 20.03. bis 03.04.2011 Vietnam und Kambodscha. Für uns hat sie ein kleines Reisetagebuch geschrieben.

Alle Sachen die in die Koffer sollen, liegen am 19. März sortiert auf unserem Bett, als ich den Brief von Tour Vital aus dem Briefkasten holte. Es ist kühler als sonst in Vietnam, wir sollen uns wärmere Sachen einpacken. Also gleich noch mal was dazu gepackt. Zum ersten Mal fahren wir mit 2 Koffern los. Die Anreise am 20.03. verläuft planmäßig. Beim Zoll in Frankfurt ist mal wieder meine Fototasche fällig. Mein Blitzlicht wird auf Sprengstoff untersucht.

21.03.2011: Es regnet, als wir in Hanoi am frühen Morgen aus dem Flugzeug steigen. Gleich wechseln wir Geld und sind Millionäre. Vom langen Flug fühlen wir uns gerädert. Im Flieger war genug Zeit zum Ausruhen. Tù, unser Reiseleiter, nimmt uns in Empfang. Mit scharfem Ton, erhobenen Zeigefinger und dem Gesichtsausdruck eines Diktators wird uns das Tagesprogramm erläutert. Wir fühlen uns die nächsten Stunden in die Ohren gebissen. Zuerst ist der Jadebergtempel mit dem See des zurückgegebenen Schwertes zu besichtigen. Neben den typischen Altären, Figuren und Blumen ist dort eine uralte mumifizierte Riesenschildkröte zusehen. Zwei davon sollen sich noch in dem See befinden.

Jetzt wird es lustig. Mit der Rikscha werden wir durch die Altstadt chauffiert. Mein Chauffeur, ohne Zähne und ohne feste Schuhe, tippt mir immer wieder auf die Schulter wenn etwas Wichtiges zu sehen ist. Uns wird schlagartig klar, warum so viele Einheimische Mundschutz tragen. Eine Stadt voller Mopeds, Fahrräder und Gehupe, Staub, Dreck und Gestank. Frauen kochen hockend auf dem Bürgersteig. Mit Menschen, die vorrausschauend ihre vollbeladenen Fahrzeuge ohne Rücksicht auf Verkehrsregeln sicher durch die Stadt lenken. Nach einer Stunde auf der Rikscha sind wir angekommen im fernen Osten und sind froh, als es mit dem Bus zu unserer nächsten Station dem Literaturtempel geht. Das älteste, noch erhaltene Architekturdenkmal von Hanoi. Der Tempel wurde als Universität 1070 gegründet und Konfuzius gewidmet. Die schönste Sehenswürdigkeit bei diesem Tempel sind die vielen hübsch gekleideten jungen Leute, die grade ihren Studienabschluss feiern und sich zum Fototermin dort getroffen haben. Irgendjemand muss auf Klo. Tú`s Gesichtsausdruck verfinstert sich noch mehr.
Zum Mittag gibt es unser erstes 8-Gänge-Menü. Wir fühlen uns danach nicht vollgefressen sondern angenehm satt. Danach das Ho-Chi-Minh-Mausoleum. Es ist eine gepflegte, blumengeschmückte Anlage mit einem militärisch bewachten Betonklotz. Rein gehen wir dort nicht. Die einbeinige Pagode gefällt mir gut. Dort kaufen wir Ansichtskarten. Uns wird versprochen, dass die Karten von Hanoi nur 4 Tage bis nach Deutschland brauchen.

Am Nachmittag checken wir in unserem Hotel ?Hoabinh? ein. Viel Zeit bleibt uns nicht, denn um 17 Uhr beginnt die Vorstellung im Wasserpuppentheater. Wir werden musikalisch von einem kleinen Orchester begrüßt, das die ganze Aufführung begleitet. Das Orchester sitzt neben der Bühne, die aus einem Wasserbecken besteht. In dem Becken stehen hinter einem Vorhang aus geflochtenem Bambus die Akteure, die die auf 3 bis 4 m langen Stangen montierten Wasserpuppen handhaben. Die Stangen befinden sich unterhalb, die Puppen oberhalb der Wasseroberfläche. Die beweglichen Gliedmaßen oder sonstige bewegliche Komponenten werden durch Seilzüge gesteuert. Dargestellt werden Szenen aus dem Landleben, der Kultur und Religion des Landes. Es lässt sich nicht vermeiden, dass uns gelangweilten, übermüdeten Zuschauern immer wieder die Augen zufallen und die Köpfe nach vorne fallen.
Nach der Vorstellung wollen wir nicht zum Hotel zurück. Mit Uschi und Klaus aus Wilhelmshaven und Petra und Gerd aus Berlin, machen wir uns auf eigener Faust auf den Weg und landen schließlich in einer Kneipe. Alt werden wir dort nicht. Unser Bett lockt.

22.03.2011: 7.30 Uhr wird geweckt. 8.50 Uhr Koffer identifizieren. 9.00 Uhr Abfahrt zu Halongbucht. Torsten putzt mir mit Brillenputztüchern das Fenster vom Bus, damit ich fotografieren kann. Der Busfahrer sieht es und beim nächsten Stopp putzt er alle Fenster. Tù erzählt immer wieder Geschichten aus dem Leben in Vietnam. Wir haben nicht mitgezählt, wie oft das Wort Schmiergeld fällt. Tù erzählt uns, dass die Menschen hier nur 6m² Wohnfläche haben und das Familien mit mehr als 2 Kindern mit Benachteiligungen rechnen müssen. Uns fällt auf, dass in den Ecken der Reisfelder Grabstätten angelegt sind. Hier werden die Menschen auf den Feldern begraben, wenn die Friedhöfe voll sind oder die Leute die Grabstätten nicht bezahlen können. Gegen Mittag kommen wir in Halong an. Es gibt wieder ein 8-Gänge Menü. Wir fühlen uns verarscht, als Tù uns sagt, dass die Bootsfahrt ausfällt, weil es zu stürmisch ist. Es ist herrlicher Sonnenschein und es geht nur ein laues Lüftchen. Alle Schiffe sind im Hafen. Aus uns nicht verständlichen Gründen darf heute niemand rausfahren. Da die Halongbucht eine der Hauptattraktionen dieser Reise ist, drohen wir ihm damit, die Agentur zu informieren. Den Nachmittag verbringen wir erst im Grand Halong Hotel und später am Strand, auf dem Markt und mit den gleichen Leuten wie gestern in einer Gaststätte. Wir gehen auch ins Wasser. Das Meer ist so kalt wie die Ostsee im Mai und dreckig.

23.03.2011: Um 4.50 Uhr wird geweckt. Nach dem Ausschecken wird ein älteres Ehepaar aufgefordert, den Waschlappen rauszurücken, der im Hotelzimmer fehlen soll. Der Irrtum wird aufgeklärt. Unsere Bootsfahrt in der Bucht wird in den Morgenstunden nachgeholt. Die Felsen sind mit morgendlichem Dunst umgeben. Uns wird bald kalt. Eine bunt beleuchtete Tropfsteinhöhle wird um 8 Uhr besichtigt. Zurück geht es nach Hanoi. Wir essen auf dem Flughafen bevor wir nach Hue weiterfliegen. Dort regnet es wieder. Die kaiserliche Zitadelle und die Tempel erzählen von längst vergangenen Zeiten. Das UNESCO-Weltkulturerbe macht einen ziemlich verfallenen Eindruck. In diesem Zentrum des buddhistischen Mönchtums werden noch heute junge Burschen zu Mönchen ausgebildet. Auf einer Tafel lesen wir den Tagesplan der Mönchschüler, der täglich um 3.30 Uhr beginnt. Die Jungen haben alles einen kahlrasierten Schädel mit einem überlangen Pony, den sie sich hinters Ohr klemmen.

Bei unserer anschließenden Bootsfahrt merken wir nichts davon, dass wir uns auf dem Parfümfluss befinden. Die Ufer des Flusses sind mit stark duftenden Bäumen gesäumt. Leider ist nun nicht die Jahreszeit der duftenden Blüte. Es ist dunkel draußen und auf dem Boot versuchen uns Einheimische Seidenkleidung, Holzspielzeug und Krempel zu verkaufen. Mit dem Boot ankern wir direkt bei unserem Huong Giang Hotel. Unsere Koffer sind schon dort. Es bleibt uns ein Stündchen Zeit um uns für unser kaiserliches Mahl vorzubereiten. Ein Paar unserer Reisegruppe wurde von Tù ausgewählt, das majestätische Paar zu spielen und alle Mitreisenden ziehen ein Kostüm an. Wir finden es lustig und haben Spaß. Das Essen ist mit liebevoll geschnitzten Rettich und Möhren verziert. Junge Mädchen musizieren für uns.

24.03.2011: Weiterfahrt nach Danang. Die Besichtigung des Königsgrabes von Tu Duc erfolgt wieder mit ausführlichen Berichten von Tù. Es regnet immer wieder mal. Irgendwo essen wir Mittag und bei der Weiterfahrt nach Hoi An machen wir einen Stopp auf dem Wolkenpass. Wieder werden wir Langnasen beim Aussteigen von Händlern und Bettlern belagert. Unterwegs machen wir eine Pinkelpause bei einer Räucherstäbchenherrstellung und einer Steinmetzerei. Für wenig Geld kann man dort Skulpturen und Gartenmöbel aus Stein kaufen.

In Hoi An werden wir gleich zu einer Seidenfabrik gefahren. Erst wundert es mich, dass Tù für dort so viel Zeit eingeplant hat und uns auch anbietet, wenn wir länger benötigen uns später noch abzuholen. Hoi An ist eine gut erhaltene Hafenstadt mit 30000 Einwohnern. Ein Ort in dem das Handwerk blüht. In der Seidenfabrik überlege ich, ob ich mir ein Kleid maßschneidern lasse. Bei den ausgestellten Modellen ist nichts dabei, was mir hundertprozentig gefällt. In einem Katalog werde ich fündig. Die Stoffauswahl und das Vermessen dauert alles länger als gedacht. Tù wusste es wohl vorher. Mir ist hinterher etwas mulmig. Für umgerechnet 84 Euro bekommt man ja auch zu Hause ein Kleid zu kaufen. Tù ist ziemlich gut gelaunt. Torsten hat gesehen, wie er mit einem Bündel Geldscheine als Provision für unseren allgemeinen Kaufrausch die Werkstatt verlassen hat. Den Abend verbringen wir in einem kleinen Restaurant auf der anderen Straßenseite des Hoian Pacific Hotels.

25.03.2011: Wir besichtigen die hübsche Altstadt von Hoi An. Schauen uns das Phung-Hung Old Merchand Haus und die Quang-Dong-Versammlungshalle an. Wir vertreiben uns die Zeit in den Gassen der Altstadt. Besichtigen die japanische Brücke bevor wir zum Stadtmarkt schlendern. Wir bekommen ein leckeres Mittagessen und der Nachmittag steht uns zur freien Verfügung. Mit Uschi und Klaus ziehen wir los. Erst werden wir in eine Schuhmacherei gelockt. Hier kann man sich Maßschuhe nach eigenen Vorstellungen fertigen lassen. Ich denke mir ein Paar rot-schwarz gestreifte Halbschuhe aus. Uschi gefällt meine Idee und möchte ebensolche. Klaus entscheidet sich für ein Paar braune Schnürschuhe. Torsten wird nicht fündig. Wir bezahlen 25 Dollar pro Paar und um 21 Uhr sollen uns die Schuhe ins Hotel geliefert werden. Einige Straßen weiter lockt ein Kosmetikladen. Wir Frauen gönnen uns eine Pediküre, ich zusätzlich eine Maniküre und die Männer eine Fußmassage. Für uns 4 Personen bezahlen wir insgesamt 27 Dollar. Wir wundern uns, dass die Männer für ihre Fußmassage ihre Hosen ausziehen müssen. Die Fußmassagen gehen bis zum Schritt und auch Kopf und Nacken werden mit massiert. Hinter dem Vorhang sind die Männer ganz still und uns läuft die Zeit weg.

Um 17 Uhr soll die Anprobe der Kleider sein. Es ist bereits 17 Uhr, es regnet und wir wissen nicht genau, wo unser Hotel ist. Ein Taxi hält neben uns. Er grinst als wir sagen wo wir hinmüssen und fährt uns für umgerechnet 30 Cent um den Häuserblock. Die Schneider sind noch nicht da. Als die Schneider kommen ist mein Kleid auch noch nicht dabei. Etwas später wird es nachgeliefert. Das Kleid sieht super aus. Ich ernte Anerkennung für meine Wahl, Torsten bemängelt eine schiefe Naht am Rücken. Wir geben es zur Nachbesserung wieder zurück und abends gegen 22 Uhr wird es wieder gebracht. Jetzt sind wir zufrieden. Ich werde mir jedoch einen anderen Gürtel besorgen.
Pünktlich um 21 Uhr kommt die Schuhverkäuferin mit unseren Schuhen mit dem Moped angefahren. Die Schuhe sehen genauso aus wie bestellt. Ich gebe sie trotzdem zur Nachbesserung, da keine Metallösen für die Schnürsenkel dran sind. Die Verkäuferin braust wieder los und eine halbe Stunde später bin ich voll zufrieden. Uschi und Klaus wollen sich die Ösen zu Hause anbringen lassen.
Wir feiern in bester Laune und Urlaubsstimmung in der gleichen Gaststätte wie am Vortag. Das verhältnismäßig viele Geld, welches unser Grüppchen am Vortag in der Gaststätte bezahlt hat, haben die Gastwirte vernünftig angelegt. Heute gibt es neue, schöne Gläser.

26.03.2011: 4.40 Uhr wird geweckt. 6.15 Uhr geht es zum Flughafen nach Danang. Um 9.10 Uhr kommen wir planmäßig in Saigon an. Endlich ist Sommerwetter. Gleich fahren wir weiter nach Cu Chi um das Tunnelsystem und Kriegsmaterial zu besichtigen. Die ursprünglichen Tunnel sind so eng, dass wir Langnasen dort nicht reinpassen. Wer will kann es trotzdem versuchen. Den ersten gelingt es problemlos. Torsten passt mit der Hüfte gar nicht erst rein. Mein Grund es nicht zu versuchen. Einige steigen hinein. Ein Hammel aus unserer Reisegruppe bleibt drin stecken und 5 Leute müssen wieder rückwärts und völlig verdreckt wieder raus kriechen. Ein anderer Tunnel ist für uns Langnasen ausgebaut. Da krieche ich dann auch mit durch. Ein echter Vietcong erläutert allerlei Kriegsgerätschaften. Auf der Weiterfahrt sehe ich dann sein Gesicht in meinem Reiseführer.

Nach dem Mittagessen auf einem Fluss geht es zurück nach Saigon zum Besuch des Postamtes, der Kathedrale Notredame, der Staatsoper und des Rathauses. Ein riesiger Markt steht auch noch auf dem Plan. Wir halten uns dort nicht lange auf. Beim Vien Dong Hotel ist so viel Verkehr, dass das Hotelpersonal die Straße sperrt um uns ins Hotel zu bringen. Beim Abendessen auf einer Dschunke machen wir nicht mit. Wir beide ziehen alleine los. Schauen uns den Hafen an. Essen in einem kleinen Restaurant und schlendern durch die Gassen. Es herrscht eine schockierende Armut. Kinder schlafen auf Klappliegen auf den Bürgersteigen. Kriegskrüppel suchen unsere Nähe. Es lärmt und es ist dreckig. Unzählige Mopeds rasen durch die Gegend. Die Radfahrer machen sich mit einer Rassel in der Hand bemerkbar. Auf asiatisch kleinen Stapelstühlen hocken die Leute. Bloß nicht stehenbleiben.

27.03.2011: Abfahrt zum Mekongdelta. In My Tho steigen wir in ein Boot. Auf dem dreckigen Mekong fahren wir vorbei an Stelzenhäusern und etlichen schwimmenden Händlern, Fähren und privaten Booten. Wir halten zur Besichtigung einer Kokosnuss- Süßigkeitenfabrik. Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit werden dort die Bonbons von Hand eingewickelt. In einem Obstgarten werden Früchte verkostet. Eine Frau mit langen Haaren bis zum Hacken will Geld dafür, dass man sie fotografiert. Handwerker lassen sich über die Schultern schauen. Wir haben die Möglichkeit uns eine Riesenschlange um den Hals hängen zu lassen. Ich bin mutig. Mit kleinen Ruderbooten werden wir über einen kleinen Seitenkanal wieder zu unserem Boot gebracht. Nach dem Mittagessen geht es zurück nach Saigon. Dort werden wir zur Besichtigung einer Lackiererei verdonnert. Jürgen hat einen Bekannten der öfter in Saigon ist und uns einen Restauranttip gegeben hat. Wir haben Plätze reserviert und werden nicht enttäuscht.

28.03.2011: Weiterfahrt nach Phan Thiet. 250 Kilometer mit dem Bus. Tù unterhält uns mit Geschichten über Land und Leute und über seine Zeit als Student im Wunderland DDR, wo er in Dresden Biophysik studiert hat. Er war Vorsitzender der vietnamesischen Studentenvereinigung in der DDR, zeigt Fotos von damals und ist Erich Honecker und anderen persönlich begegnet. Die Vietnamesen fühlen sich der DDR mit Hochachtung und Dankbarkeit verbunden. Immer wieder zeigt er uns unterwegs eine Fabrik, die mit Hilfe der DDR aufgebaut wurde oder einen Kiefernwald der damals aufgeforstet wurde. Unterwegs halten wir zum Mittagessen und an einem Supermarkt. Im Pandanus-Hotel angekommen sind wir überrascht. Eine Hotelanlage, die dem internationalen Vergleich standhält. Eine schöne Poolanlage. Ein Strand mit Teakholzliegen und gleich kommt jemand angelaufen um uns mit Matratzen und Handtüchern zu versorgen. Hier kann man entspannen. Ein schönes Zimmer, im Klobecken schwimmen Blüten. Tù hatte uns gleich gesagt, in welcher Gaststätte wir abends zu Essen hätten. Nachdem wir in den vergangen Tagen gefühlte 1000 Mal das Wort Schmiergeld gehört haben, wissen wir auch warum. Dennis aus Hannover ist hier Hotelmanager und lädt uns um 17 Uhr zum Empfang mit Wein und Käse. Wir fragen, ob wir hier tauchen können und werden von seiner Antwort enttäuscht. Ca. 250 Kilometer weiter befindet sich eine Tauchbasis.

29.03.2011: 5.30 Uhr lassen wir uns wecken. Mit Karl Heinz und Eckhard wollen wir zum Fischmarkt radeln. Vor den Häusern auf der Straße frühstücken Familien. An den Strommasten sind Lautsprecher angebracht, aus denen die Nachrichten tönen. Die Leute sind mit den Fahrrädern oder Mopeds auf dem Weg zur Arbeit. Wir schauen uns am Strand das lautstarke Treiben der Händler und Marktweiber an. Ziemlich böse schreien sie sich an und werden mitunter auch handgreiflich.
Danach versuchen wir Geld aus dem Geldautomaten zu bekommen. Nach mehreren Versuchen nehmen wir es hin, dass der Geldautomat leer ist und warten darauf, dass die Bank öffnet. Die Bankangestellten wollen uns auf die Kreditkarte kein Geld auszahlen, da wir keinen Reisepass dabei haben. Also tauschen wir eine unserer Bargeldreserven um.
Wieder zurück im Hotel sind wir von dem Frühstück überrascht. Es gibt dunkles Brot. Richtig deutsche Wurst, sogar Leberwurst. Man merkt?s, hier managt ein Deutscher.
Am Strand beginne ich mit meinem Buch ?Tausend strahlende Sonnen? von Khaled Hosseini. Ehe ich mich versehe habe ich 80 Seiten gelesen.
Nachmittags gehen wir zu Fuß zu den Wanderdünen. Wir sind in der Wüste gelandet. Abends sind wir sandgestrahlt und haben einen leichten Sonnenbrand. Abends treffen wir uns wieder in dem Restaurant mit der roten Schrift und tauschen unsere Erlebnisse aus.

30.03.2011: Wir haben uns erkältet. Unsere Reiseapotheke gibt alles her, was wir benötigen und wir können den Tag trotzdem genießen. Einer aus dem Zimmer kann sich zum Kochkurs anmelden. Torsten möchte gerne und hat seinen Spaß. Ich bleib mit meinem Buch am Pool, da es am Strand ziemlich windig ist und man auch nur bis zur Hüfte ins Wasser darf. Eine Stunde später gehen wir ins Restaurant und essen gemeinsam was unsere Partner gekocht haben. Es ist alles lecker. Die Köche werden fotografiert und bekommen am nächsten Morgen ihr Zertifikat. Am Nachmittag laufen wir noch bisschen in der Gegend rum und landen am Abend wieder im gleichen Lokal.

31.03.-02.04.2011 Kambodscha – Tage voller Harmonie.
Mit Tù fahren wir zurück nach Saigon und nach dem Abschied fliegen wir weiter nach Siem Reap. In Siem Reap begrüßt uns unser neuer Reiseleiter Kong. Wir müssen Millionäre sein, dass wir in so einem Hotel untergebracht sind. Alles vom Feinsten. In der Lounge mit pompösen geschnitzten Möbeln hockt auf einem Podest ein junges Mädchen und spielt auf einem riesigen Xylophon sanfte Klänge. Wir bummeln durch die Straßen. Alles ist sauber und leise. Es gibt kein Hupkonzert. Mopeds mit Rikscha hintendran versuchen uns ihre Dienste anzubieten. In feinen Boutiquen wollen barfüßige Verkäuferinnen uns Krokodillederschuhe, Handtaschen aus Schlangenleder oder Rochenledergürtel verkaufen. Auf den Straßen stehen riesige Aquarien mit Putzerfischen drin. Touristen sitzen auf dem Beckenrand und lassen sich von den Fischen die Hornhaut von den Füßen knabbern. Wir landen in einem netten kleinen Lokal. Der kleinen Tochter der Serviererin schenke ich eine kleine Tüte Haribo. Am Nachbarstisch sitzen 3 neuseeländische Jugendliche und fragen mich: You have Herrribou? Also werde ich noch 3 Tütchen los und wir erzählen, wo wir schon alles waren. Nachher ?budschern? wir noch bisschen über den Nachtmarkt und sind dann froh im Bett zu liegen.

01.04.2011: Die nächste Harmonie befindet sich am Tempel. Wir schmunzeln alle über Kong`s Bezeichnung für Toiletten. Wir beginnen unsere Tempeltour mit dem berühmten überwucherten Tempel Ta Phrom. Riesige Würgefeigen haben ihre Wurzeln und Äste um die Anlage gelegt und drohen die Tempel zu zerstören. Die alte Königshaupstadt Angkor Thom mit der Elefantenterrasse und der Terrasse des Königs der Aussätzigen stehen auf dem Programm. Beim ersten Tempelberg in Phnom Baheng kraxeln wir bis in die höchsten Tempelspitzen ohne groß zu überlegen, wie wir da wieder runterkommen. In Angkor Wat sind bedeckte Schultern bei den Frauen und bedeckte Knie bei den Männern Pflicht. Zum Schluss schauen wir uns noch einen Tempel aus Ziegelsteinen an. In allen Anlagen begegnen uns Mönche mit orangefarbenen Gewändern.
Wieder im Hotel springen wir in den Pool und genießen an der Bar, die sich im Pool befindet ein Getränk. Für den Abend ist ein Buffet für uns am Pool vorbereitet und bei einer traditionellen Tanzshow mit Lifemusik wird uns die kambodschanische Kultur nahegebracht. Allzu lange geht das alles nicht, denn wir sollen ja auch an diesem Abend noch einmal durch die Straßen ziehen.

02.04.2011: Der Heimreisetag. Unsere Begeisterung für noch eine Bootsfahrt hält sich zuerst in Grenzen. Auf der Fahrt zum Tonle Sap See erzählt uns Kong mit seiner speziellen verschämten Lache Geschichten über Land und Leute. Die Busfahrt geht vorbei an Stelzenhäusern, Entenfarmen, Wasserbüffeln, bei einem Markt halten wir an. Kong erzählt uns was den Menschen hier wichtig ist. An erster Stelle steht der Besitz eines Fernsehers, dann kommt das Moped, dann das Handy und an vierter Stelle steht das Wasserklosett. Junge Mütter ziehen ihren Babies gerne die Nase lang um ein europäisches Aussehen zu erreichen. Es gibt Schulpflicht, die nicht kontrolliert wird. Die Leute trinken Schlangenblut und essen angebrütete Eier um ihre Potenz zu stärken. Bei der Bootsfahrt auf dem See sehen wir ein schwimmendes Dorf. Häuser, die Schule, die Schweineställe?. Alles befindet sich auf dem Wasser. Kinder rudern alleine in den Booten. Wir besichtigen eine Krokodilfarm. Ein Farmer macht mit einem Stock eines von den Schnappmäulern böse, so dass wir in ein weitaufgerissenes Maul schauen können. Wir sind überrascht welche Einblicke wir hier an unserem letzten Tag bekommen.
Auf der Rückfahrt zum Hotel bittet Kong uns, dass wir beim Kofferpacken überlegen sollen, ob es Kleidung, Unterwäsche oder Kosmetikartikel gibt, die wir hier lassen können. Erst glaubte ich, ich hätte mich verhört. Auch unsere benutzten Zahnbürsten möchte er für Bedürftige einsammeln. Zurück im Hotel gibt es ein feines mehrgängiges Abschiedsessen. Wer will kann am frühen Nachmittag noch eine Fahrt zu einer Handwerksschule machen. Ein Vorzeigeobjekt. Hier können verschiedene Handwerksberufe gelernt werden. Unter anderem lernen gehörlose Jugendliche das Kunstmalen. Letztendlich endet dieser Ausflug wieder als Verkaufsveranstaltung. Noch ein Stündchen sitzen wir am Pool bevor um 17 Uhr unsere Heimreise beginnt. Zuerst fliegen wir nach Hanoi und dann weiter nach Frankfurt. Es gelingt uns im Flieger mehrere Stunden zu schlafen. Am Nachmittag am 03.04. sind wir wieder zu Hause.

Die Malediven – fast unberührte Natur

Die Malediven – fast unberührte Natur

Es gibt auf der Welt so einige Orte die man sich ansehen sollte, wenigstens einmal. Darunter gehören ohne Zweifel auch die Malediven. Für Sie haben wir uns auf die lange Reise begeben, um Ihnen unsere Eindrücke vom Paradies im Indischen Ozean zu schildern.

Es ging ab Düsseldorf los, mit Emirates. Auch unser erster Flug mit einer der besten Airlines der Welt. Und sie darf sich wirklich zurecht dazuzählen. Neben dem hochwertigen Ambiente, bekommt man ein erstklassiges Entertaiment-Programm, sowie zahlreiche Goodies geboten. Auch der Flug war sehr angenehm und nie kam ein unangenehmes Gefühl auf. Durch die zusätzliches Kameras, konnte man in der Boeing 777 sogar Start und Landung aus Sicht des Kapitäns mitverfolgen.

Erster Halt: Dubai

Man sollte sich zudem schon mal daran gewöhnen, das Englisch gesprochen wird. Mit Emirates ging es zum ersten spannenden Aufenthaltsort: Dubai. Das Drehkreuz verbindet nicht nur den Flug nach Malé, sondern die ganze Welt. Praktisch: Hat man einen Emirates Anschlussflug, wird das Gepäck direkt durchgecheckt. Das Ticket für den Weiterflug hat man schon beim ersten Check-In bekommen. Das spart Zeit und Nerven. Gleichzeitig kann man nur ahnen, was dort tagtäglich für eine logistische Meisterleistung vollbracht wird. Nach der Landung ging es per Bus 15(!) Minuten über den Airport. Einfach unglaublich, wie riesig diese Drehscheibe dort ist.

Wer am Airport in Dubai gerne etwas kaufen möchte, kann wahlweise VAE-Dirham oder mit US-Dollar bezahlen. Auch für die Malediven empfiehlt es sich US-Dollar, sowie eine Kreditkarte mitzunehmen. Denn man weiß nie, ob man nicht noch was kaufen möchte. Vor allem bei langen Umsteigezeiten, kann man sich so die Wartezeit verkürzen. In unserem Fall mussten wir vier geschlagene Stunden auf den Anschlussflug nach Malé warten – Nachts. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich zudem einen Tag lang Dubai ansehen, alleine der Burj Khalifa (das höchste Gebäude der Welt mit über 800 Metern) ist die Reise schon wert.

Endlich da, fast.

Nach etwa vier Stunden (und davor sechs Stunden nach Dubai) war es endlich soweit: Wir kamen auf Malé an, welches der Umschlagplatz für die Güter und den Tourismusverkehr ist. Ein Flug erwartete uns noch, denn wir mussten irgendwie noch zur Insel. In vielen Reisebeschreibungen wird ein Speedboat oder Wasserflugzeug erwähnt, leider hatten wir nur eine kleine Propellermaschine. Sehr schade. Nach einer endlos langen Passkontrolle, konnten wir endlich aus dem Terminal. Dadurch ließen wir uns aber nicht entmutigen und suchten den Check-In für flyme (die Fluggesellschaft, die die Villa Hotels anfliegt). Zugegeben war es etwas chaotisch, hat man kurz nicht aufgepasst, so war der Ansprechpartner schon weg und wir konnten selbst den Check-In nach Maamigili suchen. Aber das Ziel war klar, wir wollten nach Holiday Island. Und wie das ganze aus der Luft aussah, kann man in diesem Video von uns sehen:

Zugegeben waren wir etwas mitgenommen. Waren doch in Deutschland zu dem Zeitpunkt 4 Grad, hier erwarteten uns 31. Und nach dem Flug ging es Transporttechnisch abwechslungsreich weiter. In einem Bus wurden wir zu einem Anlegehafen gefahren, wo die Gäste wiederrum mit Booten zu den einzelnen Inseln gebracht wurden. Eigentlich alles sehr aufregend, wenn wir nicht so müde gewesen wären.

Unsere Zielinsel war also Holiday Island, eine recht gemütliche Insel die Lust auf Urlaub macht. Im weiteren Verlauf des Aufenthaltes besuchten wir noch Sun Island, die Nachbarinsel. Dazu aber später mehr. Jetzt konnten wir endlich die letzten Formalitäten ausfüllen um unser Bungalow zu erhalten. Übrigens sind die über 1000 Inseln der Malediven größtenteils unbewohnt.

Sterne, die keine sind

Aus vergangenen Reisen ist man es gewohnt, dass man nicht die Sterne bekommt, die man bucht. Aber hier war es ein extrem zwiespältiger Fall. Auf der einen Seite war die Aussenanlage sehr gepflegt und das Essen stimmte, dennoch bat sich ein Grauen im Bungalow. Warum wir das erzählen? Wir möchten, auch wenn wir kein Reiseveranstalter sind, Ihre Zielauswahl schon vor der Buchung beeinflussen. Denn besser wir monieren es als Portal, als ein Reisender. Jedenfalls war das Bungalow in einem schlechten Zustand. Wenn man bedenkt das diese Anlage erst seit 1994 existiert, kommen einen Zweifel auf das seitdem je wieder was gemacht wurde. Die Bungalows an sich waren freistehend und jeweils immer mit einem anderen Zimmer kombiniert. Sprich: Man hatte das (hellhörige) Bungalow nicht ganz für sich alleine. Man sollte auch an den passenden Stromadapter denken, wenn das Hotel es nicht schon direkt anbietet im Zimmer/Bungalow.

Was in dem Hotel noch aufgefallen ist, und wir so in der Form noch nicht gesehen haben: Man muss bei All Inclusive jedes Getränk unterschreiben. Auf Dauer recht nervig. Die Bürokratie ist auch dort mittlerweile angekommen. Und noch etwas fiehl uns sehr negativ auf: Um den Kellnern ein faires Gästeverhältnis zuzurechnen (zwecks Trinkgelder), werden in diesem Hotel Gäste an die gleichen Tische gesetzt. Wenn man z.B. mit zwei Personen reist, kommt man an einem 4er-Tisch, wo wiederrum auch zwei weitere Personen sitzen. Geselligkeit hin oder her, wer für diesen Urlaub viel Geld bezahlt, möchte sicher nicht mit Fremden an einem Tisch essen.

Positiv aufgefallen ist uns das Essen, was wirklich sehr reichhaltig und frisch serviert wurde. Es war an die westliche/östliche Küche angelehnt und es war für jeden etwas dabei. Der Kellner (in unserem Fall leider auch ein Negativbeispiel), lieferte die Getränke recht schnell. Auch hier gab es keine Möglichkeit die Getränke selbst zu zapfen. Auch hier ein Minuspunkt bei den Getränken: Nahezu jedes Getränk ist mehrere Monate abgelaufen! Woher wir das wissen? Die Getränke wurden in normalen Plastikflaschen an den Tisch/Minibar gebracht. Auf Rückfrage hieß es, dass es keine anderen gäbe. Tolle Antwort, was konnte man also dagegen tun? Das ungenießbare Wasser aus dem Hahn trinken? Man muss einige Abstriche machen auf so einer Insel, dass ist klar. Aber mit gesundheitlichen Folgen?

Tauchen und Heiraten

Wir waren selbst nicht tauchen, aber was wir von anderen Gästen mitbekommen haben, ist schon traumhaft. Nur etwa 150 Meter von der Insel entfernt, laden traumhafte Riffe zum tauchen ein. Aber Vorsicht: Hier gibt es Haie. Auch am Strand haben wir kleinere entdeckt, die sehr scheu sind, man sie aber nie unterschätzen sollte. Die Preise für das Tauchen halten sich im Vergleich zu anderen Tauchdestinationen im Rahmen wie wir erfahren haben. Auch Schnorcheln wird angeboten, die komplette Ausrüstung gab es in unserem Hotel für einen Tag schon für 12 USD. Die Malediven sind auch der perfekte Ort um zu heiraten. Sogar unter Wasser ist die Hochzeit im Paradies möglich. Darauf haben sich die Hotels auch ausgerichtet, immer wieder sieht man romantische Hinweise auf Heiratswillige Paare. Optional kann ein Reisepaket bei den meisten Reiseveranstaltern zu jeder Pauschalreise dazugebucht werden.

Auf nach Sun Island

Nach drei Tagen kennt man die Insel eigentlich schon recht gut. Was will man auch auf einer 700 Meter langen und 150 Meter breiten Insel schon neues kennenlernen? Also fuhren wir mit dem Boot nach Sun Island, der Nachbarinsel, rüber. Im Wesentlichen war hier mehr los als auf Holiday Island, allerdings ist die Insel auch etwas ungepflegter. Es macht sich eben bemerkbar, wenn dort mehr Gäste sind. Dafür gab es einige Attraktionen mehr zu bestaunen, wie z.B. einen Naturpark oder die Wasserbungalows. Die sich um wesentlichen nur mit Stützpfeilern sowie einer eigenen Treppe von den normalen Bungalows abheben. Übrigens sind die Bungalows baugleich mit denen auf Sun Island. Wenn man bei einer Massage entspannen möchte, geht es dort bereits ab 40 USD los.

Fazit

Die Malediven sind ein Paradies für sich! Wer diese atemberaubende Naturlandschaft mal sehen möchte, sollte unbedingt mal hin. Umgeben von exotischen Vögeln und Unterwassertieren, ist es sicher ein Erlebnis, gerade wenn man heiraten möchte. Allerdings gibt es auch einiges was dort eben nicht ganz rund läuft. Wie z.B. der Strom der mittels Dieselmotoren erzeugt wird und öfters mal ausfällt. Da man sich in einem tropischen Land befindet, ist auch ein plötzlicher Regenschauer nicht ausgeschlossen. Insgesamt hatten wir an drei Nachmittagen einen Monsumüblichen Regenschauer. Auch die Tatsache, dass man gezwungen ist auf der Insel Getränke und Essen zu kaufen ohne All Inclusive (Beispiel: Hamburger 20 USD; Softdrink 300ml 4 USD), muss jeder mit sich selber ausmachen.

Kuba – nicht nur Oldtimer und Zigarren

Kuba – nicht nur Oldtimer und Zigarren

Jeder kennt es aus dem Fernsehen: Traumstrände und türkisblaues Wasser, die meisten Menschen verbinden es direkt mit der Karibik. Doch was ist der Inbegriff der Karibik? Neben der Dom Rep natürlich Kuba, denn die größte Karibikinsel hat viel tropisches zu bieten. Für ferndo haben wir uns in diese Region begeben.

Ja es war aufregend. Wie immer, wenn man das erste mal an einen Traumort fliegt. Wir fragten uns wie warm es wohl wirklich werden sollte in der Karibik. Immerhin waren zu dem Zeitpunkt (September) noch schöne 20 Grad in Deutschand. So kamen wir nach einem anstrengenden 11-Stunden Flug endlich am Flughafen von Varadero an. Und was war der erste Schock? Die hohe Luftfeuchtigkeit. Es war buchstäblich ein Schlag ins Gesicht, als wir aus dem Flugzeug stiegen. Menschen die schlecht Luft bekommen oder generell an Herzproblemen leiden, sollten diese tropischen Ziele der Gesundheit zuliebe besser nicht aufsuchen.

Varadero? Einer der schönsten Flecken auf Kuba. Das abgesperrte Gebiet, welches mittlerweile nicht mehr ausschließlich für Touristen zugänglich ist, hat einer der schönsten Sandstrände auf der Insel. Wenn Sie einen Badeurlaub suchen, dann fahren Sie unbedingt dort hin.

Armes Kuba

Sobald man aus der toruistischen Zone aber herausfährt, wird man vom Alltag auf Kuba eingeholt. Auf unserer Reise nach Havanna, sind wir überlicherweise mit einem Bus durch einige Dörfer gefahren. An den Menschen merkt man, wie gezeichnet Kuba ist. In Havanna angekommen, hat man als Tourist aber oft schon verdrängt, was hinter den Kulissen passiert. Man nimmt nur noch die historischen Fassaden wahr, die Havanna sehenswert machen. Nebenbei bemerkt gibt es hier noch schlimmere Schlaglöcher wie in New York, man sollte sich im Bus nicht über der Achse platzieren.

Kaffee, Rum und Zigarren

Gleich vorab: Wer schon die weite Reise nach Kuba angetreten ist, egal ob Strandurlauber oder Rucksacktourist, der sollte unbedingt einmal Havanna gesehen haben. Havanna, auch korrekt im spanischen genannt „Villa San Cristóbal de La Habana“, ist die Hauptstadt Kuba’s mit über 2 Millionen Einwohnern. Der Wirtschaftsmotor wird vor allem durch bekannten Kaffee, Rum und edlen Zigarren angekurbelt, eben echte Produkte aus Kuba.

Angekommen in Havanna, machten wir einen halt am Revulutionsplatz. Che Guevera soweit das Auge reicht, sowie das José-Martí-Denkmal. Lange aufhalten durften wir uns dort nicht, es wurde streng von der einheimischen Polizei bewacht. Geht man durch die Straßen von Havanna, bemerkt man schnell die schönen Café’s, die sich in Havanna tummeln, die den besten Kaffee aus dem Land anbieten. Eine tolle Atmosphäre, aber auch hier gibt es Schattenseiten. Die Kriminalität in den Straßen Havanna’s ist sehr verbreitet. Vor allem auf Kinder muss man aufpassen. Es gilt dort eine altbekannte Masche: Ein Kind lenkt einen Touristen ab, das andere Kind stiehlt die Tasche. Wertsachen sollte man also immer nah bei sich tragen und am besten nicht aus der Hand lassen. Es gibt hier auch viele aufdringliche Verkäufer, vor allem wenn man über den überdachten Marktplatz läuft. Hier sollte man sich nicht hinreissen lassen, die Preise haben sich den Europäern sehr angepasst. Auf der Rückreise machten wir noch einen Stop am Capitol. Früher Sitz der Legislative gewesen, heute ein Kongresszentrum und öffentlicher Ort.

Oldtimer wohin das Auge blickt

Auch Autofans kommen nicht nur in Havanna voll auf ihre Kosten: Oldtimer wohin das Auge blickt. Viele Kubaner stecken ihr verdientes Geld direkt in das geliebte Auto. Wie man es aus Filmen kennt, fahren hier Raritäten durch ganz Kuba. Wir selbst sind mit einer Tin Lizzy von Ford (Taxi!) durch Varadero gefahren, aber die Oldies kosten imens mehr als ein herkömmliches Taxi. Ob es am Benzinpreis lag oder an der Rarität an sich? Taxifahrten sind jedenfalls sehr teuer.

Eincremen nicht vergessen

Es gibt natürlich noch mehr zu sehen: Caya Largo – eine Insel die früher als Piratenversteck hinhalten musste und welches das Paradebeispiel für einen Traumstrand darstellt. Aber uns hat die Hitze wirklich umgehauen und beschlossen, lieber in Varadero zu verweilen. Am Ende können wir noch sagen: Eincremen nicht vergessen! Denn Kuba liegt näher am Äquator und bietet somit ein hohes Sonnenbrandrisiko. Die Mittagssonne sollte man generell vermeiden, in Kuba ist es aber vor allem für heullhäutige Menschen strikt zu empfehlen! Selbst eingecremt kann man hier nach kurzer Zeit noch einen Sonnenbrand bekommen.

New York City – Geschichte wohin das Auge blickt

New York City – Geschichte wohin das Auge blickt

Als wir am Flughafen eincheckten, wussten wir: Das ist eine Stadt die man gesehen haben muss. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wollten wir den Grossstadt Vibe spüren. Also ging es Anfang Januar in einer der angesagtesten Meteropolen auf der Welt: New York City in den USA!

Eine Woche lang sollte unsere Reise durch die 8-Millionen Stadt gehen. Im Nachhinein war das immer noch viel zu wenig Zeit, für so eine interessante Stadt. Aber von Anfang an: Der Flug fing mit einem Airbus A340 an, welches wirklich ein angenehmes Fluggefühl mitbrachte. Man hatte nie das Gefühl das es sich um ein Flugzeug handelt, so weich und angenehm wie er flog.

Nach 8 Stunden Flug war es soweit

„Meine Damen & Herren, wir begrüßen Sie recht herzlich in New York City!“ Auf diese Worte haben wir gewartet, endlich sind wir in Jersey gelandet, wo uns auch erstmal der harte Alltag in den USA entgegenprallte: Die Zoll-Kontrolle. Nicht das es schon genug wäre, dass man vorab das Esta-Formular vor und während der Reise ausfüllen musste, hier durfte man auch noch eine geschlagene Stunde in der Zoll-Warteschlange verbringen. Die Vorfreude war natürlich etwas gedämpft, aber seit den Anschlägen vom 11. September, möchte man in den USA auf Nummer sicher gehen.

Schlaglöcher und Kopfschmerzen

Vom Flughafen Jersey bis zu New York City war es noch ein ganzes Stück. Während der Fahrt bemerkten wir, dass es in NYC enorm viele Schlaglöcher in den Strassen gibt. Soviele, dass uns unser Kopf bei Ankunft am Hotel brummte. Und auf ein weiteres Phänomen sind wir in der niemals schlafenden Stadt gestossen: Nasenbluten. Unser Zimmer lag im 34. Stock, mitten in Midtown. Die Luft machte uns zu schaffen, genau wie der Jetlag, also ging es erstmal ins Bett.

Nach dem Aufstehen bemerkten wir, dass wir noch 6 Tage Zeit hatten um NYC zu erkunden. Wir haben übrigens nur ein Zimmer ohne Verpflegung gehabt, denn in Amerika ist es für gewöhnlich üblich, dass Hotels kein All Inclusive anbieten. In New York ist das natürlich auch Quatsch, denn wenn man eine Städtereise dort hin bucht, möchte man auch die Stadt sehen.

Auf geht’s – ohne Taxi!

Und wie kann man New York am besten erkunden? Zu Fuß! Taxi’s gibt es naürlich auch genug. Das erste Highlight sah man schon aus weiter Ferne: Das Empire State Building. Auch wenn der Eintritt recht teuer war (man bedenke das es sich um eine Aussichtsplattform handelt) mit 25 US-Dollar, sollte man dieses Gebäude auf keinem Fall aus lassen. Zu diesem Zeitpunkt der Reise war das Empire State Building noch das höchste Gebäude in New York, im Ground Zero wurde noch fleissig gebaut. Auf dem Empire State Building hat man eine grandiose Aussicht über New York. Angefangen vom Hafen, Central Park bis hin zur Freiheitsstatue.

Freiheitsstatue, übrigens das nächste Stichwort. Zu diesem Zeitpunkt durfte man (aufgrund der Terror-Anschläge) auch nicht in die Krone der Freiheitsstatue hinaufsteigen. So entschlossen wir uns für eine einfache Bootsfahrt, um die gute alte Dame mal aus der Nähe zu betrachten. Imposant. Da steht man nun auf dem Boot und hat sie nun vor sich. Wie man sie aus hunderten von Filmen kennt, wir starren völlig nüchtern auf das Merkmal New York’s. „Das ist sie also.. Aha, aha!“. Eigentlich war es auch ein wenig surreal, plötzlich an solch bekannten Orten zu stehen.

In den darauffolgenden Tagen gingen wir zu Fuß durch den Battery Park, Little Italy, Midtown und Chinatown. Ein wirkliches Erlebnis. New York ist unglaublich facettenreich, man hat z.B. in Chinatown wirklich das Gefühl sich in China zu befinden. Chinesische Tafeln und Werbung erinneren immer wieder daran. Nur die Preise, die sind natürlich in US-Dollar.

Ground Zero. Dazu muss man nicht viel sagen, wir waren einfach überwältigt wie groß die beiden Löcher wirklich waren. Man hatte durch die Medienberichte nicht die Dimensionen im Kopf, die man selbst mit den eigenen Augen gesehen hat. Und direkt neben Ground Zero fingen auch schon die Bauarbeiten für den neuen Wolkenkratzer an. Die Stadt die niemals schläft, macht hier wirklich seinem Name alle Ehre.

Zu wenig Zeit

Wir haben viel gesehen in den 7 Tagen und doch nur einen Bruchteil. Morgens haben wir in einem sympathischen Bistro gefrühstückt, wo es wirklich leckere Spiegeleier mit Speck gab. Das macht New York aus: Hunderte solcher Geschäfte, die alle ihren eigenen Charme besitzen. Gleich danach ging es zum Central Park, der nur wenige Blocks von uns entfernt liegte. Wir hatten Glück (andere nennen es Pech), im Januar lag kein Schnee in New York. Bei 8 Grad über 0, konnten wir (der Wind war trotzdem sehr kalt) den Central Park begutachten. Und er nennt sich wirklich nicht umsonst Central Park, denn wenn man sich mitten im Park befindet, bekommt man vom Trubel fast nichts mit. Auch hier wurden bekannte Film gedreht, welches uns Unterbewusst total normal vorkam. Aber selbst an diesem Ort gewesen zu sein, kam uns (wie schon geschrieben) total surreal vor.

Nachdem wir einiges in New York gesehen haben, lag das letzte große Highlight auf unserer Tour direkt vor uns. Der Broadway führte direkt zum Times Square. Also, wenn man in New York ist, gehört dies zum absoluten Pflichttermin. Eigentlich gibt es dort auch auch kein riesiges Highlight, es sind hunderte von Werbeplakaten die mitten im Knoten von New York zu besichtigen sind. Werbung für Musicals, große Firmen und Filmankündigen sind nur einige, die wir dort entdecken konnten.

Es war schon Zeit Abschied zu nehmen, uns kamen 7 Tage vor wie nichts! Leider haben wir auch einige Highlights nicht besichtigen können. Wie z.B. die Brooklyn Bridge oder das Museum of Modern Art. Schande über uns, aber wir sind sicher nicht das letzte mal dort gewesen. Im großen und ganzen kann man sagen: New York muss man lieben oder hassen, wir lieben New York.